Freitag, 30. Juli 2010

Whitsunday Islands

Whitsunday Islands
28.07.2010 - 30.07.2010

Und immer der Sonne entgegen ging die Reise weiter die Ostkueste hoch nach Airlie Beach, einem schmucken kleinen Oertchen unterhalb des Great Barrier Reefs. Von hier aus starten die Bootstouren zu den Whitsunday Islands, einer der Hauptattraktionen Queenslands, eigentlich ganz Australiens. Ich hatte eine drei Tage / zwei Naechte Segeltour gebucht und war ziemlich gespannt auf den Trip. Die ganze Reisegruppe bestand aus ca. 20 Leuten gemischten Alters, die meisten gluecklicherweise aber in meinem Alter. Nach einer kurzen Einfuehrung des Bootes "Boomerang" (man kommt also auch wieder zurueck :-) durch die Segelcrew gings auch schon los, die ersten Kilometer allerdings nur mit dem Elektromotor ;-). Dann jedoch musste jeder mal mit anpacken um die riesigen Segel an den Masten hochzuziehen. Und mit dem ersten Wind in den straffen Segeln wusste ich schon, dass sich das Geld definitf gelohnt hat. Einfach unbeschreiblich das Gefuehl, wenn das Boot voll im Wind steht, d.h. es liegt nicht mehr waagerecht im Wasser, sondern pfluegt foermlich senkrecht durch die tobende See.




Unser Skipper, coole Type!





Die Eindruecke, die ich waehrend der ersten Stunden hatte und eigentlich waehrend des gesamten Segelturns hatte, sind sehr schwer in Worte zu fassen. Das Gefuehl, bei vollen Wind in den Segeln vorn auf dem Bug zu stehen und sich den Wind und die Gicht ins Gesicht peitschen zu lassen und dabei eine meilenweite Sicht zu haben, jeden Menge wunderschoener Archipelle zu sehen, eine Wasserschildkroete keine zwei Meter von mir unterhalb im Wasser vorbeischwimmen sehen, Wale aus dem Meer steigen zu sehen und Seeadler aus naechster Naehe zu sehen, ist einfach atemberaubend und ergreifend.










Abens gabs dann lecker Gegrilltes mit Gemuese und Salad, noch ein paar Bierchen und freihem Himmel auf Deck und dann gings auch schon in die (verdammt engen) Kojen, ein weiterer spannender Tag sollte folgen.






Am naechsten Morgen standen wir in aller Fruehe auf und machten uns auf in Richtung 'Whiteheaven Beach', dem wohl beruehmtesten Strand der Whitsunday Islands. Per Motorboot schipperten wir aufs Festland und nach einer 20mituetigen Wanderung hab ich auf den wohl schoensten Strand meines Lebens hinunter gestaunt.







Viel schoener kann ein Strand wohl nicht mehr aussehen, ich war jedenfalls beeindruckt.







Natuerlich haben wir nicht nur die Aussicht genossen, also gingen wir runter, um den Sand auch zwischen den Fuessen spueren zu koennen. Auf dem Weg runter entdeckten wir eine Spinne, die wohl ein bisschen mutiert war :-)



Unten angekommen war ich erst mal baff von dem Bild, das sich mir bot. Der Sand war so weiss, wie ich es noch nie zuvor gesehen hatte und das Wasser kristallklar, genauso klar wie der Lake McKenzie auf Fraser Island. Ich konnte Rochen und kleine Tigerhaie im kniehohen Wasser beobachten und Kraben am Strand dabei zusehen, wie sie sich im Sand einbuddeln.












Nach einigen schoenen Stunden am Whitehaeven Beach machten wir uns wieder auf den Rueckweg zum Schiff und nahmen Fahrt zum naechsten Ziel auf.



Eines der wohl lustigsten Tattoos, die es gibt...;-)





Die Bucht auf dem naechsten Photo war unser Ziel, hier wurden Taucherbrille und Schnorchel aufgesetzt und wir sprangen in Naehe der Felsen aus dem Boot ins Wasser um die Unterwasserweld zu erkunden. Leider ist meine Kamera nicht wasserdicht, also hatte ich keine Moeglichkeit, diese Momente festzuhalten. Leider, denn es war einfach nur atemberaubend, inmitten eines bunten Fischschwarmes zu schwimmen und sich mit dem Fischen treiben zu lassen. Ich musste mich teilweise fragen, wer hier eigentlich wen beobachtet ;-) Wer auch immer die Moeglichkeit hat, einmal schnorcheln oder gar tauchen zu gehen, lasst Euch dieses Erlebnis auf keinen Fall entgehen.






Nach einer weiteren Schnorcheleinheit an einer anderen Stelle segelten wir weiter zu einer kleinen Insel, die beruehmt fuer Ihre Artenvielfalt ist und ich wurde nicht enttaeuscht. Wenn man fuer einige Momente stillsteht, faengt alles um einen herum an sich zu bewegen, Muscheln, Krabben, Seetausendfuessler, Krebse, Korallen, es schien, als wuerde die ganze Insel leben.




















Aschenbecher auf 'nem Segelboot...boerks...;-)
Am Abend ankerten wir in einer windstillen Bucht und genossen den Sonnenuntergang und danach den wohl klarsten und sternenreichsten Nachthimmel den ich je erlebt habe. Der Kaeptn hat uns noch einige interessante Dinge ueber die Whistunday Islands erzaehlt, die ich aber a) nicht alle behalten habe und b)hier nicht schreiben will, google hilft weiter ;-)!





Damit war die Reise leider schon zu Ende, am naechsten Morgen segelten wir wieder zurueck nach Airlie Beach und die letzten zweieinhalb Tage kamen wir vor wie ein Traum... gluecklicherweise helfen die vielen Photos meinen Erinnerungen, wobei sie auch nur das Gesehene, aber nicht das wirklich Erlebte wiedergeben koennen. Es war einfach fast zu schoen um wahr zu sein...

Bis bald
Euer Simon






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