Fraser Island
17.07.2010 - 19.07.2010
| Unser "Proviant' |
| Ein Teil meiner Gruppe |
Angekommen auf der Insel gings dann erst mal eine halbe Stunde ueber die schlimmste Schotterpiste meines Lebens, die anderen wurden hinten dermassen durchgeruettelt, dass sie teilweise mit dem Kopf an das Dach gestossen sind. Zum Glueck war dieser Part dann auch ueberstanden und wir fuhren weiter am Strand entlang. Dazu ist zu sagen: wenn gerade Flut war und diese bereits zurueck gegangen ist, dann ist es kein Problem, am Strand, also im Sand zu fahren, da dieser noch feucht und fest ist. Wenn allerdings die Flut gerade voll im Kommen ist, dann gestaltet sich das Fahren im Sand etwas schwieriger; der Sand ist trocken und tief und der 4WD schlingert hin und her. Ich bin natuerlich nach 500 Metern gleich mal stecken geblieben, aber wenn man den Dreh mal raus hat und keine Ruecksicht auf hohe Drehzahlen nimmt, das macht es einfach einen Heidenspass , mit 60, 70 Sachen den Sand zu pfluegen und dabei auf das weite offene Meer zu blicken.
Nach den ersten Eindruecken fuhren wir dann ins Camp, was sich ziemlich lustig gestaltete, da nun im L4 -Modus (Low 4, maximale Haftung und Power) im tiefsten Sand einen Huegel hoch mussten. Das hiess mit durchgedruecktem Gaspedal auf diesen Huegel zu rasen und dabei hoffen, dass das Auto nicht stecken bleibt oder, noch schlimmer, in Schraeglage kommt und umkippt. Ich hatte aus dem vorigen Steckenbleiben gelernt und bin ohne Ruecksicht auf den Motor (der ja gerade fuer so etwas konzipiert ist) diesen Berg hochgeheizt. Hatte ich schon erwaehnt, dass es einen Heidenspass macht?
| Die Maedels waren etwas unfaehig, ein Zelt aufzubauen - Silas musste helfen |
Nach dem Zelt aufbauen (was sich langwieriger als gedacht herausstellte, da drei unserer Maedels in unserer Gruppe noch nie in Ihrem Leben ein Zelt aufgebaut haben... traurig, traurig) brachen wir zum ersten grossen Highlight auf: den Lake McKenzie. Dieser befindet sich ein wenig im Landinneren der Insel, deswegen mussten wir ueber 45 Minuten eine "Strasse" (eher aufgehauefter tiefer Sand) durch den Urwald folgen. Aber die
Danach gings wieder zurueck ins Camp, es wurde Abendessen gekocht und zusammen das ein oder andere Bierchen oder Glaeschen Wein getrunken.
Der naechste Morgen begann gleich mit einem Highlight; ein Dingo hatte sich in unser Camp verirrt und schnueffelte neugierig herum. Kein falschen Bild bekommen: das ist kein Hund, der nach Streicheleinheiten sucht, sondern ein wildes Tier, das zu ueberleben versucht. Leider sind viele Touristen sich dieser Tatsache nicht bewusst und versuchen, die Tiere als Haustiere zu sehen und zu streicheln - mit teils drastischen Folgen: letztes Jahr ist dabei ein kleiner Junge ums Leben gekommen...
Nach dem unverzichtbaren "Camping-Morgen-Kaffee-mit-Kaffeesatz-auf-dem-Grund-boerks" enterten wir wieder die Autos und es ging auf Erkundungstour.
| Man glaubt es nicht... schminken auf ner Sandinsel... tzzz |
Eine der Hauptattraktionen auf Fraser Island ist das Maheno-Schiffswrack ("Wreck of the Maheno"). Das ehemalige Schiff war frueher ein Luxus-Passagierschiff und ist 1935 nach einem schwerem Sturm auf der Insel gestranded. Letztendlich "nur" ein Haufen Schrott am Strand, aber trotzdem beeindruckend.
Und weiter ging die Fahrt am Strand entlang bis zur Klippe 'Indian Heads", von der man eine atemberaubende Aussicht auf den langgezogenen Strand hat, der zum 'Champagne Pool' fuehrt
Der "Champagne Pool" ist ein durch Felsformationen geformtes kleines natuerliches Becken am Strand (siehe in der Mitte des naechsten Photos), welches, wenn es von Wellen ueberspuelt wird, wie ein Bad aus Champagner aussieht - daher der Name.
| Hier hat es den armen Silas auf der Suche nach einem guten Photo voll erwischt |
Am naechsten Morgen war das letzte Highlight (wobei eigentlich die ganze Insel ein einziges Highlight ist) an der Reihe, der gruene Lake Wabby.
Tja, das war es mit Fraser Island. Definitif eines der schoensten Erlebnisse hier in Australien, so viel steht fest. Ueber die Hoppelpiste zur Faehre und dann mit dieser gings zurueck aufs Festland, wo die Autos auf Schaeden und Salzwasser durchgecheckt wurden. Gluecklicherweise alles in Ordnung, somit konnten wir den Abend dann gemuetlich miteinander ausklingen lassen und das Erlebte noch einmal Revue passieren lassen.
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