Montag, 26. Oktober 2009

Foodworks - Erste Arbeitstage

Lorne, 14. - 15. Tag

Erster Arbeitstag bei Foodworks, 5 Uhr aufstehen, 6 Uhr anfangen... :~

Mein "Department" ist die Obst- und Gemueseabteilung. Mein Boss Mal (inda) zeigt mir was meine Aufgaben sind: altes Obst abraeumen, schlechte Sachen in den Muell, neues Obst und Gemuese einsortieren. Sachen wie Kuerbisse, Melonen und Ananas werden auch in Haelften oder Vierteln verkauft, dafuer muessen diese geschnitten unnd mit einer Verpackmaschine in Zellophanpapier eingewickelt und verschweißt werden.


Mein Arbeitsbereich

Die Zellophan-Verpackmaschine - macht Spass!
Mein Lieblings-Arbeitsgeraet ;-)


Die Arbeit macht mir erstaunlicherweise mehr Spaß, als ich anfangs gedacht habe, mir gefaellt es, die frischen Lebensmittel zu verarbeiten und die Bestaende aufzufuelllen. Ich habe auch mal den Kopf in die Fleischabteilung gesteckt, wo ich uurspruenglich haette arbeiten sollen. Not my type, wuerde ich mal sagen, der Geruch von Blut (besondern schlimm, wenn der "Meatroom" mit heissem Wasser gereinigt wird) kann ich echt nicht ab.


"Swing Bridge" - hier gibt es echt gute Sandwiches


Mein Boss Mal, die Produce-Managerin ist supernett, ich frage sie staendig Loecher in den Bauch, was genau jenes heisst und sie wiederholt die Sachen solange, bis ich es verstanden habe. Ansonsten ist die Arbeit mir ihr ziemlich lustig, da sie ziemlich viel Bloedsinn im Kopf hat. Ihr macht es auf jeden Fall einen riesen Spass, mich den ganzen Tag zu aergern. :-)
Der Rest des Foodworks-Team ist auch voll in Ordnung, das Arbeitsklima im Supermarkt ist richtig angenehm.
Zum Lunch geht's Freitags bis Montag zu Mal's bester Freundin, sie ist die Besitzerin der "Swing Bridge" und macht unglaublich gute Sandwiches - und das zu einem echt fairen Preis, fuer Foodworks-Mitarbeiter ist es sogar noch billiger.


Mein "Bossie" Mal

Sieht doch verdammt lecker aus, oder?

Marney - Inhaberin der "Swing Bridge" und beste Freundin von Mal


Der zweite Arbeitstag war ziemlich relaxed, Mal hat mich alleine das Morgengeschaeft machen lassen. Die war dann wohl schon erstaunt,  dass ich alles so schnell inne habe. So erstaunt, dass sie um 12 Uhr nach Hause ist - ohne mir Bescheid zu sagen oO. Sie hatte mir zwar mal gezeigt, was ich bei Schichtende alles zu erledigen haette, aber das war's dann auch ;-). Naja, es war aber in Ordnung, da nicht viel los war, ich habe dann noch im Liquor-Bereich beim Bier nachfuellen geholfen.


Den Ausblick in der Mittagspause, einfach nur schoen!


Die Arbeitsmentalitaet ist hier sowieso ein wenig anders als in Deutschland. Die Leute sind sehr locker, Smalltalks sind an der Tagesordnung. Als ich beim Liquorshop ausgeholfen und nach einer empfehlenswerten Biersorte gefragt habe, hat Alan, der Liquor-Manager, mich ueber eine halbe Stunde ueber australische Biersorten aufgeklaert. Zwischendurch kam dabei dann noch Jonn, der Store Manager vorbei, und hat auch noch seinen Senf dazu gegeben. Also alles 'No worries, mate!'


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Sonntag, 25. Oktober 2009

Erste Eindruecke aus Lorne

Lorne, 12. - 13. Tag

Unseren ersten richtigen Tag in Lorne haben wir erst mal mit langem Ausschlafen verbracht und spaeter unser Zimmer aufgeraumt und unsere Sachen endlich mal ordnen koennen, in der Hotels und Hostels war nicht so viel Platz um sich auszubreiten. Das hat dann schon mehr Zeit gekostet als gedacht, daher blieb nicht mehr viel vom Tag uebrig.





Abends gings's dann noch mit Mal, Kelly und Maggie in den Pub, der Samstag abends zur Disco umfunktioniert wird. Dort habe ich dann noch einen Haufen anderer Foodworks-Mitarbeiter kennengelernt. Wenn die Arbeit genauso lustig und amuesant ist wie die Jungs und Maedels von Foodworks, dann kann es hier eigentlich nur 'ne richtig schoene und geile Zeit werden.

Den naechsten Tag, am Sonntag, ist Mal mit Kelly, Maggie und mir ein Stueck die Great Ocean Road in Richtung Apollo Bay gefahren. Diese waehrend dem zweiten Weltkrieg erbaute Strasse, die rund 250 km entlang der australischen Südküste zwischen Geelong und Warrnambool im Bundesstaat Victoria verläuft
Sehr schoen, diese Kueste entlang zu fahren. Das ist schon sehr beeindruckend, wenn links neben Dir die Wellen an den Klippen zerschellen.


Kelly, Mal & Maggie


Die Koalas haengen hier einfach mal so in den Bauemen, Voegel wie Kakadus und Koenigspapageien, die man bei uns nur im Zoo sehen kann, fliegen hier frei rum.


 


Das was ich bisher gesehen haben, hat mich schon umgehauen. Mal sagte aber schon, dass es hier noch jede Menge andere Sachen zu sehen gibt. Ich bin gespannt... :-)




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Freitag, 23. Oktober 2009

Ankunft in Lorne

Melbourne / Lorne, 11. Tag

Aufbruch nach Lorne. Nachdem wir mit Olivia ein letztes Fruehstueck genossen und uns recht herzlich voneinander verabschiedet haben (@Olivia: auf diesem Wege noch alles Gute auf deinem weiteren Weg! 8) Evtl. sehen uns wir ja nochmal in Melbourne), ging's mit dem Zug und spaeter Bus nach Lorne an die Great Ocean Road.


Anfang der Great Ocean Road


In Lorne angekommen mussten wir nicht lange nach dem Foodworks-Supermarkt suchen, er befindet sich direkt an der Hauptstrasse von Lorne. Rudi, ein deutscher Metzger, der auch mal Backpacker war und vor drei Jahren nach Australien ausgewandert ist, hat uns begruesst und uns Mal (Kurzform von Malinda) vorgestellt. Sie ist die Managerin des Departments fuer Obst und Gemuese. Dort werde ich dann wohl wider Erwarten arbeiten, Rudi ging davon aus, dass wir zwei Maenner sind, da er aber jemanden zum Verpacken von Fleisch braucht, arbeitet Maggie (sie hat sich umbenannt, da keiner den Namen Gretl verstehen, geschweige denn aussprechen kann :D) in der Fleischabteilung und ich in der Obst- und Gemueseabteilung.


Die laufen hier einfach mal frei rum oO


Mal hat uns zu unserem Haus gefahren, wo wir fuer $100 pro Woche wohnen werden. Ausser uns wohnt noch eine weitere, etwas aeltere (Mal ist Mitte Zwanzig) Foodworks-Mitarbeiterin hier, ihr Name ist Sheryl. Momentan ist auch noch ihrer Tochter Kelly fuer drei Wochen zu Besuch. Im Sommer sollen es dann bis zu neun (!) Leute in dem Haus werden, oO das wird wohl eng. Die Einrichtung des Hauses ist OK, wie eine bunt zusammen gestellte WG-Wohnung.


Teddy's Lookout - ohne Worte...


Mal hat uns abends dann noch Lorne, ein paar Aussichtspunkte und vor allem den Pub ;-) gezeigt. Der ist hier der zentrale Anlaufpunkt fuer die "Locals" (Einheimische) und Touristen.




Bemerkenswert sind die Preise fuer Zigaretten. Ein Bigpack Marlboro mit 24 Zigaretten kostet hier am Automaten umgerechnet EUR 9,50!. Zum Glueck rauche ich nicht mehr! :-)


 Das ist Mal - noch etwas Photoscheu


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Donnerstag, 22. Oktober 2009

Der letzte Tag in Melbourne

Melbourne, 10. Tag

Unser letzter Tag in Melbourne. Ein letztes Mal auf den Queen Victoria Market, um Arbeitsklamotten (schwarze Hose wird von Foodworks vorgeschrieben), ein Strandtuch und, Ihr werdet es nicht glauben, Laufschuhe zu kaufen. Damit waere Melbourne wohl erstmal abgeschlossen, es waeren wohl noch weitere Dinge zu sehen da gewesen, aber wir wollen so schnell wie moeglich unseren Job in Lorne anfangen, die Arbeitsmoeglichkeiten fuer Backpacker sehen wohl momentan nicht so gut aus.




Die verbleibende Zeit habe ich auch dazu genutzt, mir die Docklands von Melbourne anzuschauen.




Ausserdem wollte ich es mir nicht entgehen lassen, diese riesige Stadt von oben zu sehen, also bin ich mit Olivia auf den Eureka-Tower auf der anderen Seite des Flusses. Olivia ist auch eine Backpackerin aus Deutschland, allerdings "spezialisiert" als Erzieherin. Wir haben sie im YHA kennengelernt, eine sehr nette und unterhaltsame Bekanntschaft.



 
Aus dem Turm hat man eine grandiose Aussicht ueber der Stadt im 88. Stock. Wir waren gluecklicherweise rechtzeitig zum Sonnenuntergang da, der Anblich war echt atemberaubend.








Danach folgte noch ein Abstecher in die Ice-Lounge von Melbourne, einer Bar, die fast komplett aus gemeisseltem Eis besteht. Da din herrschen -20° Grad, also der ideale Ort fuer Tanzmuffel, dann hier muss man sich einfach bewegen, ansonsten ist es einfach zu kalt.




So, noch einmal schlafen, dann geht's ab nach Lorne - ich freu mich! 8)


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Mittwoch, 21. Oktober 2009

Shopping Down Under

Melbourne, 9. Tag

DFO - Direct Factory Outlets - ein Paradies fuer Frauen, ein Alptraum fuer Maenner :D. Das DFO ist ein Teil des Melbourner Bahnhofs Spencer Cross Station und ist eine Einkaufsmeile mit ueber 50 Mode-Boutiquen.

Als ich den ersten Laden betrete, begruesst mich die Verkaeuferin mit den Worten
       "How are you? You woke up early this morning."
Im ersten Moment habe ich nur gedacht, was zum Teufel geht die das an, wann ich heute aufgestanden bin. Dann habe ich mich aber an die weisen Worte aus meinem Reisefuehrer erinnert. Australier pflegen immer ein bisschen Smalltalk zu machen, ganz anders als wir es in Deutschland gewohnt sind (schon mal von einer Karstadt-Verkaeuferin gefragt worden, wie es geht...? 8)).


 

Im naechsten Laden genau das Gleiche, hier hat mir die Verkaeuferin dann waehrend des Gespraeches von ihrem bevorstehenden Urlaub in Cairns an der Nordkueste Australiens erzaehlt und wir haben ein bisschen ueber mein Backpacker-Leben gesprochen. Im ersten Augenblick ist das doch sehr ungewohnt aber es auf eine Art doch sehr nett.




Das alles hat mich natuerlich nicht davon abgehalten, selber auch ein bisschen einzukaufen, denn in Lorne werde ich wohl  nicht viele Moeglichkeiten dazu haben.
Lorne ist  im Uebrigen ein kleiner Ferienort an der Suedkueste von Australien, ca. zwei Stunden von Melbourne entfernt. Das Oertchen ist Teil der Great Ocean Road und soll laut Melbourner Einheimischen traumhaft schoen sein. Hier werden wir dann bei  Foodworks arbeiten, einer australischen Supermarktkette.
Ich bin sehr gespannt...


War leider niemand anders da auf dem Dach des Hostel - da musste ich micht halt selbst fotografieren ;-)


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Dienstag, 20. Oktober 2009

Getting to hot...

Melbourne, 8. Tag

Ich konnte heute morgen mal wieder nicht richtig schlafen, also bin ich um 6 Uhr (!) aufgestanden und habe mir den Sonnenaufgang auf dem Roof Top des Hostels angeschaut. Echt wunderschoen anzuschauen, das entschaedigt dann den verlorenen Schlaf.




Later on the day: Melbourne, 30 Grad im Schatten. Muehsam schleppe ich mich in sengender Hitze den Berg hoch. Die ersten Geier Spatzen :D kreisen hungrig ueber mir. Schweiss rinnt mit Stirn und Ruecken hinab und ich lechze gierig nach den letzten Tropfen aus der laengst leeren Wasserflasche. Es haette uns wohl doch zu denken geben sollen, als eine andere Tram-Passagierin den alten (Tatter-) Greis mehrmals korrigierte, den wir nach dem Weg zum Melbourner Zoo gefragt hatten.


Ausblick auf die Skyline von Melbourne aus dem Royal Park


Erschoepft aber dennoch lebendig erreichen wir schliesslich den Zoo, nachdem wir einmal den Royal Park noerdlich von der City durchquert haben. Ein erstaunlicherweise sehr ruhiges und (bei weniger schwuelem Wetter :-)) erholsames Plaetzchen, das man aus der City in gerade mal fuenf Minuten mit der Tram erreichen kann.


Zufallsphoto 8)


Doch nun wieder zu den eigentlichen Grund der Strapazen (wirklich, ich hatte mir zwischenzeitlich einen Berg aus Schnee gewuenscht, in den ich mich hineinfallen lassen kann). Der Zoo ist immens gross, etwas vergleichbares habe ich noch nicht gesehen. Wir haben es in dreieinhalb Stunden nicht geschafft, alles zu sehen, der Zoo schliesst leider schon um 17 Uhr, was wir aber vorher nicht wussten. Wenn man den kompletten Zoo gemuetlich ablaufen will, sollte man sich wohl mindestens fuenf Stunden Zeit nehmen.



Der hat mich irgendwie an das Viech mit der Haselnuss aus Ice Age erinnert :D









Vor dem Zoo waren wir nochmal beim Queen Victoria Market, dort gibt es auch eine kleine Einkaufspassage mit allerlei Leckereien und einer riesigen Fisch- und Fleischabteilung - nervige Marktschreier inklusive. Aber ansonsten ein echt netter Flair, man kriegt hier wirklich alles, sogar deutsche Bratwuerste - und die heissen hier auch wirklich so oO.


Einer der "netten" Marktschreier...


Heute habe ich an die 250 Photos geschossen, wenn ich so weiter machen sollte, werden das wohl auf das Jahr gerechnet ueber 30.000 Stueck :-). Ich denke aber, dass sich das wieder relativieren wird, wenn ich mal fuer laengere Zeit an einem Ort verweile. Aber hier gibt es einfach so viel zu sehen, da muss ich einfach staendig draufhalten.


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