Mittwoch, 30. Dezember 2009

Weihnachszeit

Lorne, 67. - 79. Tag

Jahre spaeter :-) berichte ich mal...
Tja Weihnachten... was soll ich sagen... ist ohe Familie irgendwie nicht wie richtige Weihnachten. Wir haben zwar versucht, ein wenig festliche Stimmung herbeizufuehren, aber mit einem kleinen Plastiktannenbaum gestaltet sich das Genze etwas schwierig :-).

Malinda und Sheryl waren bei Ihren Familien, jedoch sind vor ein paar Wochen zwei neue Foodworksmitarbeiter gekommen: Sandra und Daniel. Wir drei Deutschen Timo, Maggie und ich haben die beiden dann zu unserem Weihnachtsdinner eingeladen: Haehnchenschlegel, Gemuese und Backkartoffeln. Ersetzt zwar nicht das heimatliche Raclette aber lecker war's trotzdem!





Irgendwann spaeter am Abend tauchte dann noch ein Bekannter von Sandy und Dan auf: Jens, er war auch (mal wieder ;-)) ein Backpacker; mit eigenem Kastenwagen-Camper. Sein Weihnachtsdinner: Wrap ;-).




Der Rest des Abend war dann eher gediegen, in Australien ist der 24. nun mal nichts Besonderes, eher der Boxing Day am 25. ist hier cvon groesserer Bedeutung.Hierzu wurden wir von Evette (arbeitet auch bei Foodworks) eingeladen, da wir alle ohne familiaeren Anhang in Lorne lebten.




Und ich muss sagen: das war dann einer der schoensten Tage in Lorne, an dem mal wieder die tolle Gastfreundschaft der Aussies zu Tage kam. Evette und ihre Mutter haben ein grossartiges Buffet gezaubert.






Nach dem Essen gabs dann unsere ersten Kricketuebungen im Garten. Da ich den Ball gleich mal auf Nachbars Grundstueck geschlagen haben, wurde das Ganze dann an den Strand verlegt.








Kricket ist neben Footsie (australischer Football) die beliebteste Sportart hier und zieht Tausende von Menschen an. Als ich es das erste Mal im Fernsehen gesehen haben, war ich nicht wirklich begeistert. Da ich aber Tyler, auch ein Foodworksmitarbeiter, der bei uns im Haus gewohnt hat, bei jedem Match mit Fragen geloechert habe, kenn ich jetzt das Regelwerk und Kricket schauen und spielen macht einen Riesenspass.

So, bis bald!

>>> Photos zu diesem Post <<<


Freitag, 18. Dezember 2009

Roadtrip Great Ocean Road: Tag 3

Roadtrip Great Ocean Road, 66. Tag

Als wir am dritten Tag unserer Tour morgens aus dem Fenster geschaut haben, war der Anblick nicht so erfreulich: es hat aus Kuebeln geschuettet. Als Short und Flip-Flops gegen Jeans und Turnschuhe getauscht, unsere Sachen ins Auto geschmissen und weiter ging die Reise, diesmal von Mt. Gambier aus Richtung Naracoorte. Hier kommt Malinda her und wir wollten die Naracoorte Caves, also unterirdische Hoehlen besichtigen.




South Australia ist eines der groessten Weinanbaugebiete Australiens, dementsprechend sind wir an unzaehligen Weinguetern vorbei gefahren, ich habe mich gefuehlt wie in der franzoesischen Provence, nur die lilanen Lavendelfelder haben gefehlt. Uns war des Wetters wegen nicht so nach Weinproben und Photos, die Hoehlen haben wir leider auch nicht besichtigt, da man diese nicht ohne Fuehrung betreten darf und wir ueber eine Stunde haetten warten muessen. Ich hoffe, dass sich noch mal eine Gelegenheit dazu bietet.





Wir haben uns aber die Laune nicht verderben lassen und haben nichtsdestotrotz den Ort Naracoorte selber besichtigt. Viele der Weinbauern aus der Gegend scheinen in dem Oertchen zu leben oder es sind viele reiche Leute hinzugezogen, jedenfalls haben wir einige protzige Haueser und grosse Grundstuecke gesehen. Der Ort selber ist eher bieder, es fehlte mir persoenlich der Flair von einer australischen Kleinstadt. Vielleicht lag es auch einfach am Wetter, ich war jedenfalls ein wenig enttauescht.






Das wars eigentlich dann auch schon fuer den dritten Tag, wir hatten noch einen langen Rueckweg und haben und gegen ein Uhr aufgemacht, die Heimreise anzutreten.
Der dritte Tag hat ein wenig die Stimmung gedrueckt, da wir nicht das geschafft hatten, was wir sehen wollten, aber ingesamt war der Roadtrip eine grossartige Sache. Die Great Ocean Road ist wirklich einmalig, wer wirklich Zeit hat, sollte hier mehr als drei Tage (von dem wir einen ja gar nicht direkt an der GRO verbracht haben) einplanen.

Im Uebrigen ist mir hier zum ersten Mal aufgefallen, wie gefaehrlich langes Autofahren in Australien ist. Alle paar Kilometer sind Schilder am Strassenrand angebracht, mit Warnungen wie "Microsleel kills in seconds". Es ist wirklich so, dass es sehr viel anstrengender ist, vier bis fuenf Stunden auf einer Landstrasse zu fahren als wie in Deutschland laengere Strecken auf der Autobahn zurueck zu legen. Und wenn man Hunderte von Kilometern einfach nur gerade aus faehrt und die Geschwindigkeit auf 100 Km/h begrenzt ist, dann ist das nach einer gewissen Weile echt anstrengend. Wir sind trotzdem wieder heil angekommen! :-)


>>> Photos zu diesem Post <<<


Mittwoch, 16. Dezember 2009

Roadtrip Great Ocean Road: Tag 2

Roadtrip Great Ocean Road, 65. Tag

Am naechsten Morgen hiess es dann frueh aufstehen, fruehstuecken, die Sachen ins Auto zu schmeissen und weiter entlang der Great Ocean Road in Richtung Westen zu fahren. Port Campbell war echt ein schoener Ort, nach Ortsende haben wir noch einen lohnenswerten Lookout auf das Staedtchen gefunden.





Der naechste Haltepunkt war dann die beruehmte London Bridge, genau wie die Twelve Apostles ein atemberaubender Anblick. Genau genommen ist es keine Bridge mehr, da vor einigen Jahren die Verbindung des Felsens zum Festland ins Meer gestuerzt ist.







Auf dem weiteren Weg folgten noch einige Dutzend anderer Lookouts, die wir aber nicht alle besichtigt haben, es wurden einfach zu viele. Wenn man die Great Ocean Road wirklich komplett mit allen Lookouts und Sehenswuerdigkeiten durchmachen will, kann man dafuer gut und gerne ein bis zwei Wochen verbringen.





Nachdem wir schluchzend die weiteren Lookouts auslassen mussten, kamen wir in dem schoenen Oertchen Port Fairy an. Vorher hatten wir noch einen kleinen Stadtbummel in Warrnambool gemacht und dort vergeblich den Strand gesucht. Warrnambool ist im Uebrigen eher trist und zu dem an dem Nachmittag voll mit Sandbugs ("Sandkaefer") gewesen. Lustige kleine Viecher, die man erst merkt, wenn sie einen gebissen hatten. Die Dinger sind einfach zu klein, man muss schon ganz genau hinsehen, um sie vorher zu bemerken. Als ich dann mal in den Sonnenstrahlen Hunderte (!) von den Plagegeistern gesehen habe, half nur noch die Flucht ins Auto, zwar sengend heiss und stickig, aber dennoch die bessere Alternative. Jetzt bin ich aber vom Thema abgekommen,  wo war ich... ach ja Port Fairy! Dort haben wir unser Mittagessen zu uns genommen und ein Bad an einem echt schoenen Strand genossen.






Leider mussten wir dann auch weiter, weil schon noch ein Stueckchen Strecke vor uns lag. Naechster Haltepunkt war der Leuchtturm von Cape Nelson. Etwas abgelegen und mit einem groesseren Umweg verbunden aber dafuer sehr lohnenswert.







Kein Scheiss, das waren echt ueber 30 Fliegen auf dem Shirt, abartig oO


Wir naeherten uns nun der Grenze, welche Victoria von South Australia trennt und kamen dann in Nelson an. Du liest richtig: Nelson. Komischerweise befindet sich Cao Nelson bei Portland wobei der Ort Portland ca. 50 Km von Nelson entfernt, weiss der Henker warum. Eine urspruengliche Ueberlegung war in Nelson zu uebernachten und erst am naechsten Tag nach South Australia zu fahren, der Ort war jedoch nicht so gross wie wir vorher gedacht hatten. Also haben wir nur einen kurzen Blick auf den Strand geworfen.






Leider gab es erste Opfer zu vermelden ;-)


Also auf nach South Australia. Auf der Fahrt zur Grenze standen viele bunte Schilder am Strassenrand, denn wir anfangs keine Beachtung schenkten. Als dann aber irgendwann die Kombination "Grosses Schild, nicht zu uebersehen" und "Gelbe Tonne, erst recht nicht zu uebersehen" auftrat, warfen wir doch mal einen genaueren Blick darauf. Beachte: in Warrnambool haben wir noch dick eingekauft...


Noch Fragen...?


Also sah das dann ein paar Minuten spaeter so aus:




Wir mussten also alles Obst und Gemuese in uns reinstopfen und die (nicht vielen, aber dennoch schade) Reste wegschmeissen. Also sind wir erwartungsvoll der Grenze entgegen gefahren, um den Kontrolleuren am Grenzposten stolz unsere nicht vorhandenen Vorraete zu zeigen. Naja, als wir dann in Mount Gambier, der ersten Stadt hinter der Grenze, angekommen sind ohne einen Grenzposten zu passieren und auch kein Blaulicht im Rueckspiegel ausmachen konnten, wurde uns allmaehlich klar, das wir vom australischen System ueberlistet wurden. Die Dinger sind wohl einfach nur fuer die Leute da, die noch nicht wissen, dass da kein Grenzposten kommt. Es gibt allerdings wirklich Grenzposten, die die ankommenden Wagen pruefen, nur gehoert diese Strasse nicht dazu... damn it!

Naja, jedenfalls haben wir in Mount Gambier den ersten Caravan Parc angesteuert und uns dort einen Bungalow gemietet.


Our Cabin!

Dammas, das ist fuer Dich! 8) Nur Geduld...


Nach einer Dusche, die wohl jeder vertragen konnte nach dem heißen Tag (hab ich schon erwaehnt, dass es warm war? Nicht? :devil: Es war warm, fast schon zu warm) haben wir noch einen kleinen Ausflug in die Innenstadt von Mount Gambier unternommen. Nichts grossartiges, wir waren aber auch geschafft und muede, also haben wir wohl nur einen kleinen Teil gesehen. Interessant war eigentlich nur der Blue Lake (der sich seinen Namen redlich verdient) und der botanische Garten.





Ein wahres Prachstueck!






Das war es auch "schon" vom zweiten Teil der Reise, der naechste folgt sogleich. Naja, nicht gleich, aber ich hoffe doch morgen :-). Bis dahin schoene Gruesse nach Deutschland!


Weihnachtliche Duelle à la "Wer hat das am meisten leuchtende Haus" gab's hier auch *tzz* Proleten ;-)


>>> Photos zu diesem Post <<<