Roadtrip Great Ocean Road, 66. Tag
Als wir am dritten Tag unserer Tour morgens aus dem Fenster geschaut haben, war der Anblick nicht so erfreulich: es hat aus Kuebeln geschuettet. Als Short und Flip-Flops gegen Jeans und Turnschuhe getauscht, unsere Sachen ins Auto geschmissen und weiter ging die Reise, diesmal von Mt. Gambier aus Richtung Naracoorte. Hier kommt Malinda her und wir wollten die Naracoorte Caves, also unterirdische Hoehlen besichtigen.
South Australia ist eines der groessten Weinanbaugebiete Australiens, dementsprechend sind wir an unzaehligen Weinguetern vorbei gefahren, ich habe mich gefuehlt wie in der franzoesischen Provence, nur die lilanen Lavendelfelder haben gefehlt. Uns war des Wetters wegen nicht so nach Weinproben und Photos, die Hoehlen haben wir leider auch nicht besichtigt, da man diese nicht ohne Fuehrung betreten darf und wir ueber eine Stunde haetten warten muessen. Ich hoffe, dass sich noch mal eine Gelegenheit dazu bietet.
Wir haben uns aber die Laune nicht verderben lassen und haben nichtsdestotrotz den Ort Naracoorte selber besichtigt. Viele der Weinbauern aus der Gegend scheinen in dem Oertchen zu leben oder es sind viele reiche Leute hinzugezogen, jedenfalls haben wir einige protzige Haueser und grosse Grundstuecke gesehen. Der Ort selber ist eher bieder, es fehlte mir persoenlich der Flair von einer australischen Kleinstadt. Vielleicht lag es auch einfach am Wetter, ich war jedenfalls ein wenig enttauescht.
Das wars eigentlich dann auch schon fuer den dritten Tag, wir hatten noch einen langen Rueckweg und haben und gegen ein Uhr aufgemacht, die Heimreise anzutreten.
Der dritte Tag hat ein wenig die Stimmung gedrueckt, da wir nicht das geschafft hatten, was wir sehen wollten, aber ingesamt war der Roadtrip eine grossartige Sache. Die Great Ocean Road ist wirklich einmalig, wer wirklich Zeit hat, sollte hier mehr als drei Tage (von dem wir einen ja gar nicht direkt an der GRO verbracht haben) einplanen.
Im Uebrigen ist mir hier zum ersten Mal aufgefallen, wie gefaehrlich langes Autofahren in Australien ist. Alle paar Kilometer sind Schilder am Strassenrand angebracht, mit Warnungen wie "Microsleel kills in seconds". Es ist wirklich so, dass es sehr viel anstrengender ist, vier bis fuenf Stunden auf einer Landstrasse zu fahren als wie in Deutschland laengere Strecken auf der Autobahn zurueck zu legen. Und wenn man Hunderte von Kilometern einfach nur gerade aus faehrt und die Geschwindigkeit auf 100 Km/h begrenzt ist, dann ist das nach einer gewissen Weile echt anstrengend. Wir sind trotzdem wieder heil angekommen!
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