Sonntag, 29. November 2009

Besichtigung von Lorne

Lorne, 42. - 48. Tag

Da wir bisher noch gar nicht so viel von Lorne gesehen haben, haben Timo und ich unseren freien Tag dazu genutzt einen Rundgang durch Lorne und durch den angrenzenden Wald bis zum Teddy's Lookout zu machen. Lorne ist von den Orten, die ich bisher hier gesehen habe, das schmuckeste Städtchen. Zwar auf Tourismus orientiert versprueht es doch einen einladenden Flair, bei dem man sich einfach wohlfuehlt.






Die Umgebung von Lorne ist einfach schoen, wenn man durch die Waelder spaziert, hat man staendig diesen Geruch der Eukalyptusbaeume in der Nase. Da es ueber die Wanderung und Teddy's Lookout nicht so viel zu berichten gibt, lasse ich einfach mal die Bilder sprechen.











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Sonntag, 22. November 2009

Can't see any snow

Lorne & Deans Marsh, 35. - 41. Tag

Der November neigt sich dem Ende entgegen, in viereinhalb Wochen ist Weihnachten, die Zeit verstreicht einfach rasend schnell. In Deutschland ist wohl schon der erste Schnee gefallen und die Temperaturen erreichen bald den Nullpunkt. Hier hingegen ist Badeshort und Strand angesagt, vorweihnachtliche Gefuehle sind ueberhaupt nicht vorhanden... ohne Schnee undd Kaelte ist das etwas seltsam.

 
Malinda versucht mein Tagebuch zu lesen, da "Mal" Ihr Kurzname ist und das Wort "mal" im Deutschen oft vorkommt, hatte sie gedacht,  dass die ganze Zeit von Ihr die Rede ist :D


Dienstag hat uns Rudi, der deutsche Metzger bei Foodworks, uns zu einem BBQ bei sich zuhause im 20 Minuten entfernten Deans Marsh eingeladen. Davor hat er uns (Timo, Maggie, Felix, ein neuer deutscher Metzger und ich) zu einem Landgut eines befreundeten Bauern mitgenommen,  um dort Rinder fuer den Supermarkt auszusuchen. Das Haus und das Gut darum war der absolute Wahnsinn. Man steht auf der Veranda und ueberblickt die anliegenden Weinreben und die daran grenzenden Felder und kleinere Waldstuecke. Hinter und neben dem Haus ein wunderschoen angelegter Garten, einfach traumhaft. Es hat mich ein bisschen an ein Landgut in der franzoesischen Provence erinntert, ich war echt beeindruckt, ich haette es sofort genommen ;-).






Rudi hat bei seinem Haus aber auch einen Gluecksgriff gehabt. Nix Pappmaché wie die meisten Haeuser hier, sondern stabil mit gedaemmten Waenden und Tueren aus Massivholz. (Kleine Anekdote dazu: ueber meinen Bett in unserem Haus befindet sich seit letzter Woche ein faustgrosses Loch, da die Wand nachgegeben hat, als ich versucht habe, das Bett wegen eines runter gefallenen Handys von der Wand weg zu schieben :-)). Rudi lebt hier mit seiner australischen Freundin Nikki und seinem Sohn Rudi. Der Abend war echt gut, das BBQ fand nicht direkt im bzw. am Haus statt, sondern in der anliegenden Garage, in der ausser einem gefuellten Bierkuehlschrank auch ein Billardtisch stand, ganz nach meinem Geschmack ;-).







Ansonsten war es eher eine ereignislose Woche, Samstag haben Malinda und Marnie mich in den Nachbarort Anglsea mitgenommen. Nicht sehr gross, aber wenigstens mal raus aus Lorne. Am Sonntag ist dann zum ersten Mal der Frustpegel ueber das normale Mass gestiegen. Day off, ich musste nicht arbeiten, aber es hat den ganzen Tag geregnet, also einen Tag Urlaub auf Balkonien. Ach ne, stimmt ja gar nicht, da hat's ja auch geregnet, grummel. Also die Zeit genutzt und mein eigenes Englisch-Deutsch-Woerterbuch weitergefuehrt ;-).


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Sonntag, 15. November 2009

Arbeit, Arbeit und Geelong

Lorne & Geelong, 28. - 34. Tag

Und wieder ist eine Woche vorbei, mittlerweile befinde ich mich ueber einen Monat in Australien, mir kommt es vor wie eine Ewigkeit.


Von wegen Backpacker-Essen - alles erste Klasse hier!


Diese Woche hatte ich Donnerstag und Freitag 'Day off', den Freitag habe ich mit Sid, dem Office Manager von Foodworks, in Geelong verbracht. Sid ist ein Einwanderer aus Indien und ein total netter und umgaenglicher Kerl. Geelong ist im Uebrigen die naechste groessere Stadt hier in der Naehe und ist 45 Minuten von Lorne in Richtung Melbourne entfernt. Dort habe ich dann erst mal meinen sauer verdienten Foodworks-Lohn auf den Kopf gehauen. Naja, nicht alles, aber $560 fuer eine Jeans, zwei Jeans-Shorts und drei Hemden. Aber das musste einfach sein, ich kann ja nicht jede Woche das Gleiche im Pub anziehen ;-).





Auf der Rueckfahrt bin ich dann hier das erste Mal ein Auto mit manueller Schaltung  gefahren. Als ich letzte Woche das erste Mal mit Malindas Auto (Automatik) gefahren bin, habe ich zwar am Anfang noch daran gedacht, dass Blinker und Scheibenwischer hier vertauscht ist, bei der zweiten Kreuzung ist dann aber gnadenlos der Scheibenwischer angegangen, als ich abbiegen wollte. Diesmal hat's aber alles geklappt, anfangs ist es ein ziemlich komisches Gefuehl, mit der linken Hand zu schalten aber das war's dann auch schon, es macht genauso viel Spaß wie in Deutschland.


Kuda - auch von Foodworks und sehr, sehr lustiger Kerl


Tja, ansonsten nicht viel Neues, Samstag abend hat Malinda ihren Geburtstag gefeiert mittels BBQ und spaeter Pub/Disco, war ein sehr lustiger Abend. Ansonsten wird es hier immer waermer und so langsam ich immer braeuner. Mein Englisch wird immer besser (besonders nach ein, zwei Bier redet es sich viel fluessiger ;-)), nur bei Australiern, die sehr schnell und einen starken australischen Slang sprechen, habe ich noch grosse Schwierigkeiten, Malinda oder Chris, ein anderer Foodworks-Mitarbeiter verstehe ich zum Bespiel noch sehr schlecht.


Mal, ihre Freundin Aggie und der beste Geburtstagskuchen, den ich je gegessen habe


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Sonntag, 8. November 2009

Lorne nach der zweiten Arbeitswoche

Lorne & Geelong, 21. - 27. Tag

Die ersten beiden Arbeitswochen sind nun vorueber und kommenden Dienstag gibt es dann den ersten Lohn. Ich bin gespannt, wieviel es sein wird. Da ich am Boxing Day, also am Dienstag, den 03. November gearbeitet habe, wird es wohl ueppig sein, da man an Feiertagen den doppelten Stundenlohn, also ca. $45 bekommt.


Der Ausblick auf dem Weg zur Arbeit - einfach grandios!


Der Boxing Day ist ein nationaler Feiertag in Australien, an diesem findet der Melbourne Cup statt, was nichts anderes als ein Pferderennen ueber 3000 Meter ist. Waehrend diesen zwei bis drei Minuten steht komplett Australien still und es werden Millionen fuer Pferdewetten ausgegeben. Rudi hat mir gezeigt wie man wettet, also habe ich auch mal $10 auf die beiden Favoriten gesetzt, war aber nix. Aber das zum Glueck fuer mich, denn im Geschaeft, also bei Foodworks, wurde eine interne Wette gemacht, bei der jeder $5 zahlt und jeweils ein Pferd zugelost bekommt. Ich habe das Pferd 'Shocking' bekommen und das hat auch den Melbourne Cup gewonnen, damit habe ich dann $80 gewonnen 8).


That's Sid - ein weiterer Foodworks-Mitarbeiter


Ansonsten kehrt fuer mich langsam der Alltag ein, wenn man das denn so nennen kann. Morgens gegen 6 Uhr aufstehen, um 7 anfangen und bis 15 oder 16 Uhr arbeiten. Danach gehe ich meistens am Strand laufen und den Rest des Tages wird dann "relaxed" und Bier getrunken :-). Mein "favoured beer" habe ich bereits gefunden, 'James Boag's Premium Lager', nur zu empfehlen.


Mein Boss Malinda


Lorne kenne ich mittlerweile auch ziemlich gut, manche Ecken hier sind einfach traumhaft schoen. Es ist sehr schwer, das alles, was ich hier sehe und erlebe, in Worte und Bilder zu fassen. Es ist einfach soviel, dass ich manchmal abends eine Zeit fuer mich inne halten muss, um das, was hier um mich herum passiert, zu realisieren. ich muss ehrlich gesagt gestehen, dass ich von Deutschland nichts, aber auch gar nichts vermisse. Natuerlich sehne ich mich danach, meine Freunde und Bekannte und vor allem meine Familie und Eltern zu sehen, aber vom Land Deutschland selbst vermisse ich wirklich nichts (ausser das Fussball spielen und die samstaegige Sportschau ;-)).


Na und der ist ja bekannt ;-)


Ich bin mir hier ziemlich sicher, die richtige und eine der bisher besten Entscheidungen in meinem Leben gemacht zu haben und ich bin echt froh und stolz darauf, mir das hier ermoeglicht zu haben. Ich weiss nicht, ob mich dieses Jahr in irgendeiner Form veraendern wird, ich weiss nur, dass es mich fuer mein weiteres Leben weiterbringen wird und geniesse einfach jeden Moment hier am anderen Ende der Welt.


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Sonntag, 1. November 2009

Die erste Woche in Lorne

Lorne, 16. - 20. Tag

So, die erste Arbeitswoche ist vorbei. Viele neue Eindruecke, viele neue Leute. Gestern das erste australische "Barbie" (Barbeque) erlebt. Naja, ich glaube, so ein ganz typisches war das dann doch nicht, eher eine Wohnungs-Einweihungsfete von zwei Foodworks-Mitarbeitern. Es war trotzdem sehr lustig, in dem Oertchen hier leben schon ein paar ziemlich Verrueckte, aber dennoch nette Leute.


Die Koenigspapageien hier fressen einem aus der Hand - sehr geil


Von dem Ort Lorne selber habe ich immer noch nicht viel gesehen, ich habe diese Woche sechs Tage gearbeitet und meinen einzigen "Day off" (so heissen hier die freien Tage) habe ich dazu genutzt, die Fuesse hochzulegen und englische Filme zu schauen :-).


Von den Kakadoos sollte man lieber die Finger lassen


Beim Arbeiten habe ich die Routine gefunden, das Verarbeiten und Verpacken von frischen Obst und Gemuese macht doch echt Spass. Mit dem Gedanken daran, pro Stunde mehr als $20 zu verdienen (je nachdem ob Wochen-, Sams-, Sonn- oder gar Feiertag) ist das Ganze doch recht angenehm.Bei ca. 50 Stunden sind das rund $1000 brutto die Woche, da freut sich das Backpackerherz ;-).

Mitte der Woche ist noch ein weiterer deutscher Backpacker ins Haus gezogen. Timo ist 28 und kommt aus dem kalten Norden Deutschlands. Noch etwas erdrueckt von allem hier, aber dennoch sehr sympathisch.


Timo bzw. Timor, die schreiben hier staendig seinen Namen falsch...


Ich hoffe nur, das hier bald etwas Abwechslung in den sonstigen Alltag (wenn man das denn so nennen kann 8)), ausser Pub geht hier noch nicht viel... :~


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