Freitag, 26. Februar 2010

Adelaide and Kangaraoo Island

Adelaide, Kangaroo Island, 132. - 138. Tag

Zeit nehmen, es wird lang...
Nun hatte es mich also mit dem Overland-Track (der Zug, der zwischen Melbourne und Adelaide verkehrt) nach Adelaide verschlagen. Ich hatte mir von Melbourne aus einfach mal das zweitbilligste Hostel der Stadt reserviert... Cannon Backpacker... was das heisst, sollte sich noch rausstellen. Das komplette Hostel wird von Backpackern sauber gehalten, dementsprechend sah es aus, vor allem auf den Toiletten...oO  die Lattenroste waren ein Witz, auf einem ca 180 cm langen Bett waren 8 Latten, dass heisst, wenn man sich seinem Ar.. nicht genau auf eine dieser Latten legt, bedeutet das Rueckenschmerzen am naechsten Tag. Aber letztendlich war's billig und die Leute waren nett und ich hatte Spass dort und als Backpacker muss man die Ansprueche von zuhause eh ein bisschen runterschrauben, ich setze das einfach mal unter Erfahrungen, die man machen muss! Trotzdem habe ich das Hostel nach drei Tagen gewechselt, doch dazu spaeter, es kam erst mal Sightseeing (und das erste kuehle Bier, es war so verdammt heiss) in Adelaide dran.

Andreau
Es war heiss.. sehr heiss
Ich bin Samstag abends hier angekommen und dementsprechend voll waren die Strassen. Mit einem Franzosen (Andreau aus "ich weiss leider nicht mehr woher") bin ich die Ausgehmeile entlanggeschlappt, Adelaide hat einfach einen ganz anderen Flair aus Melbourne, das ganze Nachtleben im Zentrum der Stadt ist auf eine Strasse konzentriert und es ist echt nett dort zu sitzen, es hat ein bisschen was vom Party-Viertel St Kilda im Melbourne.

Tags darauf gabs noch eine gemeinsame Museumsbesichtigung, mit der wohl groessten Ausstellung ueber Aboriginies in Australien. Bemerkenswert war, dass der Eintritt trotz der Groesse des Museums (wir waren nach drei Stunden durch) kostenlos war. Weiter will ich eigentlich nichts schreiben, wen es interessiert, einfach im Album nachsehen.

Den fand ich ganz niedlich :D

Weitaus erwaehneswerter finde ich den Stadtteil North Adelaide, der bestueckt ist mit wunderschoenen Haeusern, die mich an ziemlich an den die netten Ferienhaeuschen in der franzoesischen Provence erinnert haben. Die meisten davon stehen unter Denkmalschutz und duerfen von den Besitzern nicht geaendert werden. Wenn man mir eins davon rausreissen, an einem einsamen Oertchen in der Provence "einpflanzen", ein grosses Lavendelfeld aussenrum anlegen und einen kilometerlangen, schnurgeraden Feldweg dahin bauen wuerde; ich waer wunschlos gluecklich ;-)!







Joah, und ansonsten einfach mal kommentarlos die restlichen Eindruecke aus Adelaide (sorry schreibfaul, der Post geht noch 'ne Weile...).







Olga und Nadja (jep ich habs nicht vergessen!) aus Villingen-Schwenningen und Karlsruhe, 
sehr angenehme Zeitgenoessinen, leider am  Ende ihrer Reise und schon nach Thailand weitergereist

Nun zurueck zum Hostelwechsel: ich wollte Kangaroo Island sehen und hab dafuer eine Dreitagestour gebucht, durfte aber nicht mein ganzes Gepaeck mitnehmen und da im anderen Hostel geklaut wurde wie nix, bin ich kurzerhand in das Hostel neben Peterpan (Reise- und Touranbieter) gewechselt.


Das war der erste Eindruck von meinem 10-er Dorm im Shakespeare Backpacker ;-),
keine Angst am naechsten Tag wars besser

Also gings nun ab nach Kangaroo Island, wir waren eine ziemlich kleine Truppe (6 Leute) aber es hat echt gepasst. Fuer mich war der Trip echt einmalig schoen, viele Leute sagen zwar, dass es so viel dort gar nicht zu sehen gibt, ich fand es aber klasse, es hat einfach alles gestimmt, die Unterkunft, Essen, die anderen Gruppenmitglieder (am zweiten Tag ist noch eine Zweitagestour dazugestossen) und vor allem unser Tourguide Doug war einfach der Hammer.


Doug - genau so gut drauf und lustig wie er aussieht ;-)!

Daniel aus der Schweiz - er konnte aber auch Hochdeutsch 

Laure (Frankreich), "Boots" (Schweiz), Susi und Gitte (Daenemark)


Man achte auf den Hals...no penguin,
damn it!
Am ersten Tag gabs morgens vor Kangaroo Island (ab jetzt mal K.I., sonst werd ich echt kirre) die erste Surflesson meines Lebens - einfach grandios, dieses Gefuehl eine Welle zu "reiten" (das heisst echt so!). Gibt ein sexy Pic von mir in Neopren-Anzug, was ich jetzt mal hier nicht reinstellen, also sucht mal schoen! Victor Harbour war der naechste Punkt, ein kleines Oertchen an der Kueste vor K.I. voll mit Rentnern und einer schoenen Pinguin-Insel. Wir dachten wir haetten welche erwischt, aber Doug hat uns dann ueber die "Fake-Pinguine" aufgeklaert, verdammt! Nichtsdestotrotz ist Victor Harbour ein nettes Oertchen, in dem ich dennoch nicht mehr als einen Nachmittag verbringen moechte...





Dann gings weiter zur "Faehre", die uns nach K.I. rueber bringen sollte.... ich dachte an so was:


Aber nix da, wenig Leute, also wird das kleine Fischerboetchen genommen:


Naja, war doch besser und spannender als auf der Faehre zu sitzen, man musste nur den richtigen Platz waehlen, um nicht klatschnass zu werden...






Auf K.I. wurden dann erst mal die Vorraete an Knabberzeug und (natuerlich) Bier eingedeckt und ein Aussichtspunkt und ein verdammt schoener Strand angepeilt. Abends dann noch Essen und Lagerfeuer und ein Bierchen und der Simon war gluecklich ;-)!



No comment, sollte eigentlich "KANGAROO ISLAND 2010" heissen...


Der naechste Tag wurde mit fruehem Austehen und leckeren Pancakes begonnen und gestaerkt gings dann zum Kayaking auf einem weit ins Land reichenden Meeresarm. Hat Spass gemacht, vor allem nachdem Daniel und ich Dougs Kayak zum Kentern gebracht hatten. Wir sind dabei zwar auch gekentert, aber den Spass wars wert. Dann war ein Abstecher zum Koala Walk an der Reihe, ich hatte zwar schon vorher welche gesehen, aber hier das erste Mal eine Mutter mit Junges und dann einen, den nicht mal unser Guide bisher so gesehen hatte...


So haengen die normalerweise in den Baeumen...:



Und das hier war einfach einmalig (drauf klicken zum Vergroessern):




Naechstes Ziel war dann Seal Bay, einem Strand voll mit Seehunden, die man aus naechster Naehe beobachten konnte, einfach grossartig.





Am Nachmittags gabs dann was, das zwar richtig Spass gemacht hat, was ich aber wahrscheinlich eher nicht nochmal machen wuerde: Sandboarding. Im Sitzen auf einem "Schlitten" oder im Stehen auf einem Board, man bekommt den Sand einfach ueberall hin. Und dann diese verdammten Sandduene wieder hochzukommen, boah, es gibt nichts Anstrengenderes.



So sollte es aussehen...


Hier noch ein Rennen Deutschland gegen Schweiz ;-)


Und ein Beispiel, wie man es nicht machen sollte, ich bin mit dem Kopf volle Granate in den Sand geknallt und hatte einfach ueberall diesen verdammten Sand, Auge, Nase, Mund, Ohren, einfach ueberall!


Und schliessendlich ein Rennen ohne Boards. Unser Guide Doug stand unten und wir sollten Berg runterrollen und dann bis zu ihm rennen... ich hatte aber nicht an das nicht mehr vorhandene Gleichgewichtsgefuehl nach dem Berg runter rollen gedacht... naja, trotzdem gewonnen (der rot-blaue Typ ganz rechts).


Und so sieht man dann danach aus, danach sind war ans Meer und ich war noch nie so froh, endlich Wasser an meinen Koerper zu bekommen!!!



Abends dann wieder Lagerfeuer, Bierchen (tat heute besonders gut) und das erste Mal Schlafen unter freiem australischem Himmel - herrlich!

Ich liebe dieses Foto, keine Ahnung wieso...

Am naechsten Morgen ganz fruehes Austehen um 6 und das tat dann echt weh, da Daniel und ich erst um 3 im Bett waren... aber Lagerfeuer, Quatschen und Bier verleitet halt zum langem Ausharren.
Morgens dann der ersten Nebel, den ich hier gesehen habe, deswegen waren die "Remarkable Rocks" anfangs nicht ganz so gut zu sehen, aber dennoch "bemerkenswert". Ueber Jahrtausende sind diese Felsen von Wind, Wetter und Meer so geschliffen worden, echt beeindruckend!








Dann gings ein paar Ecken weiter zu einem anderen Aussichtspunkt, von dem man eine andere Art von Seehunden beobachten konnte.







Dort habe ich mein erstes giftiges Tier von Australien gesehen: die Tigersnake. Da hat man dann doch schon Respekt, wenn ein so kleines Tier einen erwachsenen Menschen von den Fuessen holen kann...





Zum Abschluss von K.I. haben wir noch eine grossartige Vogelshow geboten bekommen, ich war echt von den Socken, solche Voegel aus naechster Naehe betrachten und sogar anfassen konnte. Echt, einfach nur einmalig!








Highlight war aber trotz allem Streicheln ein Adler, das ist einfach ein atemberaubender Anblick.







Jede schoene Zeit geht einmal vorbei und fuer uns war es dann wieder Zeit auf Festland zurueck zu fahren, diesmal mit der Faehre. Alles in allem war die Tour, auch wenn sie nur ueber drei Tage ging, einfach grossartig und kam mir so vor wie eine ganze Woche. Das Surfen hat mich auf jeden Fall in seinen Bann gezogen und die Travellergruppe war richtig unterhaltsam. Nicht zu vergessen unseren Tourguide Doug, das ist echt ne duft australische Type, dessen staendige Froehlichkeit einfach auf alle anderen uebergeht!





So und nu duerfta durchstartn ;-):

>>> Photos zu diesem Post: Adelaide <<<
>>> Photos zu diesem Post: Kangaroo Island, Tag 1 <<<
>>> Photos zu diesem Post: Kangaroo Island, Tag 2 <<<
>>> Photos zu diesem Post: Kangaroo Island, Tag 3 <<<

So, ich hoffe, es hat Spass gemacht und ich sage mal bis bald!

PS: Nicht boese sein, wenn ich an Geburtstage etc. in Deutschland nicht denke, aber ich habe hier einfach so viele andere Sachen im Kopf und eh schon ein schlechtes Geburtstagsgedaechtnis, dafuer gibts dann umso mehr Blog-Inhalte ;-)!

Viele liebe Gruesse und bis bald!
Simon


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